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Ergebnisse der EnGeno Mitgliederbefragung von Energiegenossenschaften

Im Rahmen des Forschungsprojektes EnGeno wurden von Januar 2014 bis März 2015 Mitglieder von Energiegenossenschaften und Nichtmitglieder zur Beteiligungsbereitschaft an EG und deren Einfluss auf umweltverträgliche Lebensstile befragt. Der vorliegende Bericht stellt ausgewählte Ergebnisse der Befragung dar. Diese finden Sie hier zum Download

Befragungsergebnisse der Mitgliederbefragung der Netzkauf EWS eG

Von Januar bis April 2015 nahmen 865 Mitglieder der Netzkauf EWS eG an einer schriftlichen Befragung im Rahmen des Arbeitspakets 2 teil. Ziele der Befragung war ein Vergleich der EWS-Mitglieder mit Nicht-Mitgliedern, die Erhebung der Zufriedenheit mit der EWS, die Beteiligungsmotive der Mitglieder, Aussagen zu deren Umwelt-
verhalten und die Bewertung neuer Aktivitätsfelder. Die Auswertung der Ergebnisse finden Sie in der Broschüre „Ergebnisse der Mitgliederbefragung der Netzkauf EWS eG (EWS)_Broschüre“ zum download.

Working Paper zu alternativen Entwicklungspfaden des Energiesystems veröffentlicht

CoverInwiefern die Energiewende tatsächlich zu einer Dezentralisierung des Energiesystems führt und damit auch eine Neuordnung energiewirtschaftlicher Strukturen zeitigt, das ist eine der spannenden Fragen der gegenwärtigen Energiepolitik. Von den gesetzgeberischen Antworten auf diese Frage wird auch abhängen, wie sich die Handlungsmöglichkeiten von Energiegenossenschaften zukünftig gestalten. In dem nun veröffentlichten Working Paper wird aufbauend auf drei Szenarien des Umweltbundesamtes untersucht, welche Akteure das jeweilige Szenario unterstützen und welche gesetzlichen Rahmenbedingungen sie dazu einfordern. Deutlich wird, dass die Vorstellungen einer erneuerbaren Energiezukunft weit auseinander liegen. Das Working Paper finden Sie hier.

Mitgliederworkshops zur Weiterentwicklung von Energiegenossenschaften

Im November 2014 fand ein erster Workshop mit der Energiegenossenschaft Leipzig (EGL) zur Weiterentwicklung der Genossenschaft statt. 11 Mitglieder der EGL diskutierten in anderthalb Tagen auf der Basis ihrer Bedürfnisse aktuelle Herausforderungen der EGL, entwickelten Visionen und erarbeiteten konkrete Strategien für die Zukunft der EGL. Weitere Workshops dieser Art werden in den kommenden Monaten deutschlandweit in anderen Energiegenossenschaften vom Engeno-Team am Helmholtz Zentrum für Umweltforschung Leipzig durchgeführt. Wenn Sie Vorstand einer Energiegenossenschaft und an einer Zusammenarbeit interessiert sind, kontaktieren Sie uns gerne: salina.centgraf(at)ufz.de

Workshop zu den Chancen neuer Geschäftsfelder und regionaler Vernetzung

Am 19. November 2014 fand in Oldenburg ein Workshop mit 30 Vertretern von Energiegenossenschaften aus dem Nordwesten Deutschlands statt. Um den Teilnehmern Anregungen aus innovativen Projekten zu geben und strategische Perspektiven für ihre eigenen Energiegenossenschaften aufzuzeigen, hielten ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Bürgerenergie Impulsreferate über aktuelle Entwicklungen. So informierte Dr. Burghard Flieger, Vorstand der innova eG Freiburg und Gründungsberater zahlreicher Energiegenossenschaften, über das Modell einer „Prosumer“-Genossenschaft, deren Mitglieder sich etwa über Blockheizkraftwerke mit Strom und Wärme selbst versorgen. Matthias Partetzke, Vorstandsvorsitzender der IngenieurNetzwerk Energie eG Bad Iburg, zeigte anhand von zahlreichen Praxisbeispielen auf, wie bestehende Solarenergie-Genossenschaften ihr bisheriges Betätigungsfeld weiterentwickeln oder auf den Bereich Windenergie ausweiten können.

Neben neuen Geschäftsfeldern waren die Chancen einer besseren Vernetzung das zweite große Thema der Veranstaltung. Florian Voigt von der Energiegenossenschaft Odenwald eG Erbach und Fabian Zuber, Leiter der Geschäftsstelle des Bündnis Bürgerenergie e.V. Berlin, gaben einen Überblick über die Chancen von Vernetzungen und bestehende Initiativen einer regionalen Vernetzung von Energiegenossenschaften in Deutschland. Als wichtige Netzwerkakteure für den Nordwesten waren der Genossenschaftsverband Weser-Ems und die jüngst gegründete Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen als Partner von EnGeno ebenfalls an dem Workshop beteiligt.

Austausch zur Zukunft der Energiegenossenschaften

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Welchen Beitrag können Energiegenossenschaften zu einer gelingenden Energiewende leisten? Diese Frage ist angesichts der gegenwärtigen Rechtslage, die Stichworte sind EEG 2014 und KAGB, nicht mehr so einfach zu beantworten wie noch in den Jahren 2009 bis 2013 als die Energiegenossenschaften einen Gründungsboom erlebten. Am 10.November 2014 diskutierten wir daher mit zehn ganz verschiedenen Energiegenossenschaften – von der kleinen klassischen PV-Genossenschaft über Netzübernahmegenossenschaften bis hin zur großen Regionalentwicklungs- und Infrastrukturgenossenschaft – über ihre bisherigen Erfolge vor Ort sowie ihre zukünftigen Ziele, Geschäftsfelder und Handlungsbereiche. Die Diskussionsergebnisse sind ausführlich dokumentiert und werden in unsere Forschung eingehen. Für konkrete Rückfragen melden Sie sich bei b.fischer(at)ide-kassel.de

Positionspapier zur aktuellen energiepolitischen Entwicklung

Das Positionspapier Bürgerbeteiligung – Energiedemokratie – Dezentralität?
Kernziele der Energiewende in Gefahr!

ist eine Stellungnahme des Forschungsprojektes EnGeno zur aktuellen Entwicklung der Energiewende. Energiegenossenschaften, der Forschungsgegenstand von EnGeno, sind von den aktuell veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen erheblich betroffen. Diese Änderungen stehen im Gegensatz zum Forschungsbedarf, wie er vom BMBF formuliert wurde, wie auch zu zentralen Aussagen des Koalitionsvertrages der Bundesregierung. Die gegenwärtigen und geplanten Reformen der energiepolitischen Rahmenbedingungen drohen das Überleben und die Weiterentwicklung bestehender wie auch die Gründung neuer Energiegenossenschaften fundamental anzugreifen.

Lesen Sie mehr dazu unter EnGeno_Positionspapier_Kurzfassung und EnGeno_Positionspapier_Langfassung

Befragung von Energiegenossenschaftsmitgliedern

Seit Mitte Mai 2014 führen wir eine deutschlandweite Befragung von Mitgliedern von Energiegenossenschaften durch. Die Mitglieder beantworten Fragen zu ihren Beteiligungsmotiven, ihrem Umweltverhalten und ihren Einschätzungen zu (potentiellen) neuen Aktivitätsfeldern von Energiegenossenschaften.

Die Befragung erfolgt in Kooperation mit den Vorständen der Energiegenossenschaften, um ein anwendungsorientiertes Forschungsdesign und praxisnahe Ergebnisse zu gewährleisten. Es ist im Sinne der Untersuchung, dass die Energiegenossenschaften von den Ergebnissen profitieren können – zum einen steht ihnen dadurch ein Meinungsbild ihrer Mitglieder und eine Einschätzung zur Verfügung, inwiefern diese bereit sind, z.B. neue Aktivitätsfelder mit zu tragen, zum anderen können die Ergebnisse genutzt werden, um neue Mitglieder zu gewinnen. Darüber hinaus wollen wir die Ergebnisse verwenden, um mit politischen Akteuren Handlungsempfehlungen zu entwickeln, welche die Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Energiegenossenschaften verbessern.

Wenn Sie Mitglied einer Energiegenossenschaft sind, freuen wir uns, wenn Sie im Folgenden an unserer – selbstverständlich anonymen – Befragung teilnehmen.

Link zur Befragung:

Für Mitglieder von Nahwärmegenossenschaften: http://ww2.unipark.de/uc/engenonah/

Für Mitglieder aller anderen Energiegenossenschaften: http://ww2.unipark.de/uc/engenoal/

Für Fragen oder Rückmeldungen wenden Sie sich bitte direkt an salina.centgraf@ufz.de oder 0341- 235 16 56

Nicht-Mitgliederbefragung gestartet

3. Community Power Conference in Japan

Peter Moser berichtete auf der 3. Community Power Conference in Japan über die Projekte 100ee-Regionen und EnGeno.

Auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung und des ISEP Institute for Sustainable Energy Policies nahm Projektmitarbeiter Dr. Peter Moser an der 3. Community Power Conference in der Präfektur Fukushima am 1. und 2. Februar 2014 teil.
Hintergrund für den Ausrichtungsort war auch, dass die Präfektur Fukushima den Beschluss gefasst hat, sich bis 2050 vollständig aus erneuerbaren Energien versorgen zu wollen. Die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien unter umfassender Bürgerbeteiligung war auch das zentrale Thema der Konferenz. Etwa 300 Teilnehmer waren anwesend, darunter auch eine internationale Delegation mit Vertretern aus Australien, Kanada, Schweden, Dänemark und Deutschland. Peter Moser referierte an beiden Tagen und stellte Ergebnisse aus dem Netzwerk der 100ee Regionen vor, wobei er insbesondere auf die Themen Masterpläne, regionale Wertschöpfung, 100ee Szenarien und Bürgerbeteiligung einging. Einen vollständigen Konferenzbericht von Peter Moser finden Sie hier.