Diffusion

AP 4: Diffusion und Vernetzung von Energiegenossenschaften

Im Arbeitspaket 4 werden mit Hilfe sozialwissenschaftlicher Methoden aktuelle Rahmenbedingungen der Entstehung und Verbreitung von Energiegenossenschaften (EG) untersucht.

Es soll theoretisch, konzeptionell und empirisch eruiert werden, welche Determinanten die Entstehung von EG beeinflussen. Dabei werden hemmende und fördernde Faktoren identifiziert. Die in Deutschland etablierten Formen werden entsprechend ihrer Entstehungsbedingungen und spezifischen Merkmale näher analysiert. Das Resultat ist eine detaillierte Typologie von Energiegenossenschaften. Besonderes Augenmerk liegt auch darauf, wie der Prozess der Verbreitung (soziale Diffusion) dieser besonderen Organisationsform rekonstruiert werden und was sich daraus für die weitere Gestaltung von EG ableiten lässt. Dies beinhaltet auch eine Aufarbeitung der verschiedenen Entwicklungsphasen und organisationalen Ausgestaltungen, die sich im Bereich der EG finden lassen.

Unter Berücksichtigung dieser Differenzmerkmale soll zudem analysiert werden, wie EGs miteinander interagieren, und welche Kommunikations- und Kooperationsformen zwischen EGs und anderen, weniger formalisierten Institutionen bestehen. Zu den Letzteren zählen partizipative Organisationen wie NGOs, Transition Towns, bürgernahe Netzwerken etc. Weiterhin wird untersucht, in welcher Beziehung EGs zu etablierten Konzernen stehen und wie sie von ordnungspolitischen Rahmenbedingungen beeinflusst werden.

Diese Ergebnisse sollen schließlich herangezogen werden, um den Beitrag von EG in Bezug auf die Transformation des Energiesystems abzuschätzen und Handlungskonzepte zur Stabilisierung und weiteren Verbreitung von EGs zu entwickeln.

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