Praxistransfer

AP 5: Praxistransfer und politische Handlungsempfehlungen

Dieses AP soll die Forschungsergebnisse in die Praxis dezentral agierender Institutionen überführen (Mikroebene), zur Diffusion von EG sowie anderer Formen der Energiegovernance beitragen (Mesoebene) und die politische Gestaltung der Transformation des Energiesystems unterstützen (Makroebene). AP 5 umfasst zwei Ansatzpunkte, nämlich die permanente transdisziplinäre Zusammenarbeit in den AP 2-4 vorzubereiten, zu koordinieren und deren Ergebnisse an die jeweiligen Praxispartner zurückzuspiegeln und die Projektergebnisse AP-übergreifend zusammenzufassen und angemessen auf die drei Ebenen zu transferieren, differenziert nach Zielen, Handlungsfeldern und Akteuren. Sehr konkret erfolgt dies z.B. durch die in AP 4 angesprochene Aktionsforschung.

Neben den assoziierten Praxispartnern werden weitere EG in Multiplikatorenworkshops und die Bildung von Fokusgruppen einbezogen. Das Design dieses Transferprozesses folgt der Diffusionslogik, indem Kompetenzen für Change Agents, Opinion Leader und weitere Multiplikatoren aufgebaut werden. Zudem werden Interaktionen zwischen potenziellen und bereits tätig gewordenen Adoptern hergestellt. Adressatengerecht werden unterschiedliche Veranstaltungstypen und Vermittlungsformen entwickelt, etwa für NGOs, Transition-Initiativen, Unternehmen, Netzwerke, Politiker, Verwaltungszuständigkeiten und EG, die den drei unterschiedlichen Entwicklungsstadien (AP 4) zuzuordnen sind. Die Veranstaltungen werden vom Pestel Institut mit Unterstützung des Lehrstuhls PUM in Hannover durchgeführt. Dabei sind Fallbeispiele von besonderer Bedeutung, die einen hohen Grad an Vernetzungs- und Mobilisierungskapazität aufweisen oder die eine Verknüpfung von Bottom up- mit Top down-Strategien verinnerlichen. Neben der Region in Hannover, in der das Pestel Institut unter anderem in Verbindung mit der Transition-Initiative entsprechende Vorarbeiten geleistet und Konzepte erprobt hat, werden weitere Fallbeispiele einbezogen. Exemplarisch werden auch typische Konflikte mit bisherigen Energieversorgern bearbeitet.

Ein weiterer Schwerpunkt des AP 5 besteht darin, Bildungsprogramme und Bildungseinrichtungen zu identifizieren, die prädestiniert erscheinen, Kompetenzen zur Gründung von EG und zur Entwicklung von Energiegovernance zu fördern. Die Projektergebnisse werden zu diesem Zweck so dokumentiert und aufbereitet, dass Bildungseinrichtungen auf dieser Grundlage gezielte Angebote zur Unterstützung der Transformation des Energiesystems konzipieren können.

Ziel des Praxistransfers ist darüber hinaus, zur Vernetzung von individuellen und kollektiven Akteuren beizutragen. Zu diesem Zweck eignen sich die Erfahrungen aus der Region Hannover, die vom Pestel Institut in einer gesonderten Studie dokumentiert werden.

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