Ziele

Projektziele

Übergeordnetes Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojektes EnGeno ist die Abschätzung und Beschreibung von EG-bezogenen Transformationspotenzialen im Energiesystem auf personeller, organisationaler und Systemebene sowie die Erarbeitung, fallweise Anwendung und Verbreitung von Informations- und Beratungsangeboten.

Das Projekt analysiert die Entstehung (Motive, Gelegenheitsstrukturen und Barrieren), Stabilisierung (Management- und überorganisationale Ko-Evolutionsprozesse) sowie Diffusion genossenschaftlich organisierter Lösungen (Wirtschaftlichkeits-, Institutionalisierungs- und Vernetzungsbedingungen). Dazu sollen die Interessenlagen der individuellen und kollektiven Akteure für eine EG-Beteiligung ebenso in den Blick genommen werden wie die Managementprozesse in den Genossenschaften und die institutionellen Rahmenbedingungen im Energiesystem.

Arbeitsplanung und Ergebnisverwertung

Das von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg geleitete Projekt EnGeno wird zusammen mit dem Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig und dem Institut dezentrale Energietechnologien gGmbH (IdE) in Kassel in einem Zeitraum von drei Jahren (05/2013–04/2016) durchgeführt, zusammen mit dem Eduard Pestel-Institut für Systemforschung in Hannover, das u.a. für den Praxistransfer zuständig ist, sowie einer größeren Zahl von Energiegenossenschaften als Praxispartnern.

Zur konkreten Einschätzung der Gestaltungs- und Transformationspotenziale von EG unterscheidet EnGeno fünf inter- bzw. transdisziplinäre ausgerichtete Teilziele:

  1. Qualitative Abschätzung lokaler Innovationsimpulse durch EG zur Energiesicherheit, -nutzung und die Förderung nichtfossiler Energieträger (Szenarioentwicklung)
  2. Quantitative und qualitative Abschätzung der Beteiligungsbereitschaften an EG und der EG-beeinflussten Handlungsspielräume für ökologieverträgliche Lebensstile (nachhaltige Lebensqualität)
  3. Aufzeigen von Erfolgsfaktoren, strategischen Orientierungen und beispielgebenden Unternehmens- und Geschäftsmodellen (EG als zukunftsfähige Unternehmensform)
  4. Bestandsaufnahme und „Kartierung“ von EG in Deutschland („Landkarte EG“); Untersuchung der Bedingungen und Verläufe der Entstehung, Diffusion und Stabilisierung von EG
  5. Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für Kommunikation, Vernetzung und Rahmensetzung von EG (bspw. Rückkopplung der Ergebnisse mit zielgruppenspezifischen Kommunikations- und Beratungsangeboten).

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